I have a Dream: Frauke Petry!

AFD

Und eines Tages, kurz nachdem die Alternative für Deutschland am 30. Januar 2017 durch irgendein Ermächtigungsgesetz endlich wirklich die Macht in Deutschland übernommen hätte, und kurz nachdem die AFD-Führung mit treuer Hilfe der zur Schutzstaffel umbenannten Sächsischen Polizeitruppen alle Dönerläden in ganz Deutschland arisiert und alle demokratischen Parteien verboten und deren Anführer ins KZ gesteckt hätte, und kurz nachdem dann auch innerhalb der AFD-Regierung die ersten Machtkämpfe ausgebrochen wären und man plötzlich auch in der AFD mit innerparteilichen Säuberungen begonnen hätte, und kurz nachdem dann sogar Frauke Petry plötzlich aus der Partei ausgeschlossen worden wäre, weil sie sich geweigert hätte, den Eid auf den großen Führer Björn Höcke zu leisten, und man ihr deswegen mit Verhaftung und Folter gedroht hätte, wenn sie noch ein einziges Mal versuchen würde, das Maul aufzumachen, und wenn Frauke Petry dann vor lauter Angst sich gezwungen fühlen würde, Deutschland zu verlassen und ins Exil zugehen und dazu die verdammte Balkanroute gen Südosten nehmen müsste, weil mittlerweile ganz Europa nur noch von nationalistischen Diktatoren beherrscht sein würde, die keinem einzigen Flüchtling, woher auch immer er oder sie auch käme, mehr Asyl gewährten, und weil das letzte Land der Welt das überhaupt noch Flüchtlinge aufnehmen würde, die Türkei sein würde, und kurz nachdem Frauke Petry, dann also nach drei Wochen Flucht mit einem zerrissenen Breuninger-Kleid in einer kalten Märznacht 2017 versuchen würde, die Grenze – sagen wir nach Ungarn – zu überschreiten, würde irgendeine ungarische Grenzpatrouille auf Ungarisch dreimal hintereinander „Halt stehen bleiben“ rufen und dann einfach mal drauf halten auf das Asylantenpack, das da illegal über die Grenze einzudringen versuchte, so wie Viktor Orban es ihnen befohlen hätte. Und während Frauke Petry mit einem Magendurchschuss röchelnd irgendwo wie ein Wildschwein im Unterholz der Puszta verblutete, würde sie plötzlich beginnen noch einmal ganz neu über Sinn und Unsinn des Schießbefehls gegen Flüchtlinge im Schengen-Raum nachzudenken. Und bestimmte Synapsen in ihrem Gehirn würden sich auf einmal wirklich ganz neu verschalten, und während die Grenzer von Viktor Orban sie schon aufgespürt hätten, um ihr den finalen Fangschuss zu geben, würde sie ihnen röchelnd mit letzter Kraft entgegenrufen: „Kein Mensch ist illegal“

– Aber: Pech gehabt! – Befehl ist Befehl! – I have a Dream, Frauke Petry!

 

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